Baschterous

 
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Musikalische Gretchenfrage

Obacht. No offense.

Eigentlich bin ich Jäger und Sammler. Bis vor wenigen Stunden war ich das auch,
was Musik angeht. Auf der Festplatte stapelten sich mehrere hundert Alben - teils gekauft,
teils "aus dem Internet". Meine Musiksammlung war nicht unsortiert und auch nicht aufgebläht,
aber irgendendwie wuchs das Gefühl, meine Musik nicht mehr bewusst wahrzunehmen.
Nachdem ich mit Phil lange über seine Entscheidung diskutiert habe, war es dann gestern soweit:
Ich habe mein iTunes geschröpft.

Ich besitze jetzt nur noch Alben, die ich gekauft habe, die es legal zum Download gab, oder die ich über das Homesharing importiert habe.
Natürlich war dieser Schritt drastisch, aber zum Einen notwendig und zum Anderen befreiend.

Durch Musikdownloads / Getausche bläht man die eigene Musiksammlung auf und verliert die Wertschätzung für einzelne Künstler.
Noch drastischer formuliert: Von meinen 7.99€ für ein 'The Devil wears Prada' Album bei iTunes sehen die Jungs vielleicht nur einen Bruchteil,
aber selbst wenn sie sich davon auf Tour einen Kaffee kaufen können, dann war es das wert. (Und meine Chancen sie live in Europa zu sehen, steigen ungemein...)

Wie haltet ihrs mit der Musik?
Tauscht / ladet ihr viel? Habt ihr schonmal Musik im Internet gekauft?
Findet ihr den Preis dafür angemessen?

Comments (12)

Dec 16, 2009
Ganz ehrlich? Mit Musik gehts mir wie mit Büchern... ich kann sie einfach nicht wegschmeißen! Gerade "Hör dir das mal an!"-Songs bringen immer etwas Unordnung in meine Musiksammlung. Ansonsten kaufe ich aber keine Songs im Internet, sondern genieße die Vorzüge der guten alten CD. So ist der unnötigen Ausweitung automatisch Einhalt geboten. Tauschen passiert manchmal - gefällt mir die Musik dann aber wirklich gut, wird sowieso früher oder später die CD gekauft.
Dec 16, 2009
Vinzenz Vietzke said...
Ich hatte vor 'ner Weile einen HDD-Crash und (natürlich!) kein Backup meiner Musiksammlung. Dadurch wurde mir die Arbeit des Aussortierens abgenommen, was ich rückblickend als sehr angenehm empfunden habe. So konnte ich das ganze Zeug "aus dem Internet", wie du so schön sagst, loswerden und mir gezielt nur noch das auf die Platte packen, was mir die paar Euros auch wert war/ist.

CDs dagegen kaufe ich schon seit Jahrzehnten (ehrlich!) nicht mehr. Gehen ja doch nur im Auto kaputt oder verstauben im Regal. Egal, wie schön die Booklets sind.

Dec 17, 2009
Bascht said...
Lustig wie sich das wieder herausbildet:
Sagtmal - kann es sein das vor allem Frauen eine Affinität zu den anfassbaren Medien haben? Egal ob Schallplatten, Kassetten, MDs oder CDs?

Was ich im Blogpost vergaß: Es gibt ja auch noch einen ganzen Strauß voller Livestreams aus dem Netz - und: (derzeit mein Favorit) Spotify.

Dec 17, 2009
Vinzenz Vietzke said...
Stimme ich dir zu! Diese Haptik-Affinität ist schon auffällig. 

Mir reichen die "normalen" Streams aus iTunes. Oder die Last.fm Station "Meine Musiksammlung. 

Dec 17, 2009
Mh... das mit der Haptik ist tatsächlich mein Grund... ich kenn aber auch 2-3 männliche Wesen, die da ebenfalls Wert darauf legen und im Gegenzug Frauen, denen die "echten" CDs so ziemlich egal sind.

Aber rein wissenschaftlich gibt es einen Grund, der die These bestätigen könnte: Frauen haben allgemein kein so gutes räumliches Sehen wie Männer...

Dec 17, 2009
Skade said...
Also ich gehöre auch zu den männlichen Wesen, die gerne eine Platte in den Händen halten - bevorzugt Vinyl.

Meine digitale Sammlung habe ich vor meinem endgültigen Umzug auf einen Laptop mit entsprechend kleiner Festplatte krass verkleinert. Die ist zwar wieder am wachsen, allerdings stelle ich fest: rund 80% davon wird hin und wieder mal gehört und in dem Rest befindet sich viel Musik, die ich sehr selten höre, aber gerne mag.

Die "große" Sammlung habe ich vor kurzer Zeit mal wieder von nem Backup in die Finger gekriegt und fast ungesehen gelöscht. Die war einfach nach dem Prinzip "hab ich noch nicht" auf LANs zusammengesaugt.

Neue Musik wird meistens gekauft. Seit ich das Budget habe mir das zu leisten, ist das auch mehr als angemessen. Zum schnüffeln verwende ich Spotify bzw. ganz klassisch den alten Plattenladen.

Dec 18, 2009
Vinzenz Vietzke said...
Okay... Vinyl ist natürlich nochmal was anderes. Aber CDs haben für mich keinen Charme.

Aber es scheint kein Einzelfall zu sein, dass Leute erst riesige Sammlungen anlegen und diese dann zu späterem Zeitpunkt radikal entsorgen (lassen). Interessantes Phänomen!

Dec 21, 2009
Bascht said...
Ich glaub das kommt auch auf die jeweilige Generation an.
Hab mit dem Wasserglasmädchen schon ewig hin und her diskutiert. Ich zum Beispiel fühl' mich noch eher in der Tape-Generation daheim - nicht unbedingt als Kaufkassette, aber als Mixtape - das waren meine »guten alten Zeiten« vor dem CD-Brenner.
Dec 21, 2009
ml said...
ich unterscheide recht klar zwischen *hörichmirmalan*, das überlebt auf meiner platte max 4 wochen - alles was ich längerfristig behalten möchte (beschränkt sich weitestgehend auf metallisches und klassisches) wird ordentlich einsortiert. musik kaufe ich erst, wenn es den 4-wochen-test überstanden hat, dann aber gern auch auf einem anderen medium als computerfestplatte, likely vinyl.
Dec 21, 2009
Bascht said...
@ml Bei mir war nach dem 4-Wochen-Test die Bezahlschwelle leider schon so niedrig, das ich kaum noch etwas nachgekauft habe, auch wenn es mir sehr gefallen hat.
Obwohl, Moment. Positivbeispiel waren gerade Alexisonfire und On a sunday, die ich gelöscht und neugekauft habe.
Dec 21, 2009
Und wir werden mit jeder weiteren Diskussion wohl nicht auf einen Nenner kommen ;) Ich habe Kassetten gehasst - die gingen bei mir einfach immer kaputt und dann dieses Gespule... ich hatte kein Gefühl dafür und hab irgendwie nie die richtige Stelle getroffen.

Vinyl find ich schön, wenn ich im Haus der Eltern mal Tangerine Dream, oder Mike Oldfield hören kann - würde ich mir aber selbst nie anschaffen.

Also doch ein CD-Kind, ich gebs zu!

Dec 22, 2009
Martin said...
Ich hab mal alles probiert, hab einen Schallplatten-Spieler, war auch ein Walkman Anhänger kurzeitig auch Minidisc.

Dann ganz lange nur CDs gekauft, Amazon war da mein Freund. Aber mittlerweile kaufe ich nur noch digital. Da es einfach besser und unkomplizierter für mich ist. Iphone anstöpseln und schon hab ich meine Musik überall dabei.

Ich könnte auch keine Musik löschen, da ich zu gerne, alle meine Lieder auf Shuffle stelle und dann immer wieder sehr amüsiert bin, aber auch längst vergessene Perlen wiederfinde. Das macht es doch auch aus, die Überraschung an der Musik.

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